Erste Ausgabe der Edition D

Quelle: Verlag Edition Deutschland UG

Quelle: Verlag Edition Deutschland UG

Als mich die Chefredakteurin des neuen Magazins “Edition D” , Ulrike Fischer, im vergangenen Herbst anrief und fragte, ob ich mir vorstellen könnte, etwas übers Wohnen in Schwerin zu schreiben, hat mich das Thema sofort gereizt. Schon länger wollte ich mich intensiver mit dem Bauprojekt “Alte Brauerei” beschäftigen und auch ein SVZ-Beitrag über ein Wohnprojekt in der Werdervorstadt kam mir dabei wieder in den Sinn. Die Recherchen für den Beitrag waren wirklich interessant. Erstaunlich, was in alten Gemäuern mit etwas Fantasie und Engagement entstehen kann.

Seit ein paar Wochen ist das Schwerin-Magazin im Handel erhältlich. Neben der Wohn-Reportage gibt es von mir darin etwas über Wirtschaftsunternehmen in Westmecklenburg und einige Veranstaltungstipps aus Schwerin und Umland zu lesen.

Hilfst du mir, so helf ich dir

Bienen tun es, Ameisen auch, Affen, Stare – überall im Tierreich funktioniert das Prinzip des Altruismus, was übersetzt soviel heißt, wie Selbstlosigkeit. Dabei kann von Uneigennützigkeit meist gar keine Rede sein.

Was sich hinter dem Begriff Altruismus verbirgt, welche Formen es gibt und wie das Prinzip bei uns Menschen funktioniert, habe ich als Titelthema für die aktuelle Ausgabe des Magazins “life+science” aufgeschrieben, die vor ein paar Tagen veröffentlicht wurde.

www.lifeandscience.de

www.lifeandscience.de

Netzwerk für Kreative aus der Medienbranche im Raum Schwerin

Am kommenden Donnerstag (25. April) ist es wieder so weit: Journalisten und andere Kreative aus der Medienbranche in und um Schwerin treffen sich zum Journalisten- und Medientreff in Schwerin. Diesmal wollen wir dabei sein, wenn Kollege Jürgen Seidel beim “Politischen Stammtisch” in der Schweriner Volkshochschule mit dem Geschäftsführer der Filmland M-V GmbH, Torsten Jahn,  über das anstehende 23. Filmkunstfest talkt.

Ziel des Journalisten- und Medientreffs ist es, in lockerer Runde zu netzwerken und einander kennen zu lernen. Gerade für Freiberufler ist das eine wunderbare Möglichkeit, über den Tellerrand des eigenen kleinen Universums zu schauen. Junge Kollegen können den alten Hasen Löcher in den Bauch fragen, PressesprecherInnen ungezwungen JournalistInnen treffen, Festangestellte mit Freiberuflern einen Kaffee trinken. Möglich ist Vieles, Hauptsache man ist dabei. Der Rest ergibt sich.

Aktuelles über Termine und Veranstaltungen findet ihr regelmäßig hier.

Die Welt wird Stadt

life+science3_2012In der Zeitschrift life+science ist ein Beitrag von mir zum Titelthema “Megacities” erschienen. “Jahrtausend der Städte” heißt der Text, für den ich dieses spannende Thema recherchiert habe. Von den vielfältigen Projekten und Forschungsarbeiten, auf die ich dabei gestoßen bin, war ich regelrecht überrascht und begeistert zugleich. Leider konnte ich nur über einen winzigen Teil davon berichten. Aber die Infos zu den vielen anderen interessanten Forschungsprojekten liegen griffbereit auf meinem Schreibtisch…

Ideen und Visionen für Mecklenburg-Vorpommern

Zwar ging es nach der Auswahlrunde für die Kultur- und Kreativpiloten für mich leider nicht weiter, trotzdem bin ich stolz darauf, dass ich es mit meiner Idee vom Onlinemagazin www.alles-mv.de in die Endrunde 96 aus 611 geschafft habe.

Welche Idee hinter alles-mv.de steckt und warum ich mich damit überhaupt als Kultur- und Kreativpilot 2012 beworben habe, will ich euch gerne erzählen:

Meine Idee:

Unsere Medienlandschaft verändert sich, aber leider nicht zum Positiven. In den Redaktionen müssen immer weniger Journalisten immer mehr Arbeit übernehmen. Die meisten Verlagschefs denken profitorientiert, nicht journalistisch. Die Chefredaktionen müssen die Sparpläne umsetzen. Die Qualität der Medien lässt nach. Auch, oder besonders im eher strukturschwachen Mecklenburg-Vorpommern sind die Folgen spürbar. Von Medienvielfalt kann keine Rede sein. Vier große Tageszeitungen mit unterschiedlichen Verbreitungsgebieten gibt es im Land, teilweise unter dem Dach eines einzigen Verlagshauses produziert, das gleichzeitig auch angrenzende Bundesländer abdeckt. Entsprechend ähneln sich die Inhalte. Viel Neues liest man nicht. Allenfalls die Lokalredaktionen vor Ort berichten einigermaßen kritisch, sofern sie nicht bereits dem Sparzwang zum Opfer gefallen sind. Für ein Land, in dem rund 1,6 Millionen Menschen leben, ist das recht dürftig. Die besondere Herausforderung ist, die hier lebenden Menschen überhaupt zu erreichen. Immerhin ist MV mit rund 70 Einwohnern pro Quadratmeter das am dünnsten besiedelte Bundesland der Republik.

Mit alles-mv.de soll das gelingen. Hinter dem Namen verbirgt sich ”Das interaktive Onlinemagazin für Mecklenburg-Vorpommern“. Wie der Name schon sagt, liegt der Fokus auf Berichten aus dem Land. Und zwar in dosierter, dafür aber gut recherchierter Form. Es soll keinen Abklatsch der Tageszeitungsinhalte geben. Diese sind ohnehin meist randvoll mit beliebig austauschbaren Agenturmeldungen. Bei alles-mv.de geht es vielmehr um Themen, die die Menschen vor Ort bewegen: Hintergrundberichte über scheinbar banale Themen, die oft überraschenden Zündstoff in sich bergen; Reportagen über Menschen von hier, ihre Ideen und Visionen; darüber, wie sich die große Politik auf das Leben im Land auswirkt. Das Besondere wird sein, dass die Leser gezielt mit einbezogen und ernstgenommen werden. So wird es regelmäßig öffentliche Redaktionssitzungen an wechselnden Orten im Land geben, bei dem sich interessierte Leser einbringen und damit den Inhalt des Magazins mitgestalten können.

Gerade für die jüngere Generation, die mit Tageszeitungen ohnehin nicht viel anfangen kann, wird alles-mv.de eine bequeme Möglichkeit sein, sich trotzdem über das Geschehen im Land zu informieren. Per Klick auf die Homepage oder in den sozialen Netzwerken, über die Inhalte des Magazins zusätzlich verbreitet werden sollen, sind pro Tag maximal zwei bis drei neue Berichte und Beiträge abrufbar. Damit werden die Leser nicht mit Informationen überflutet und die Redaktion hat Raum und Zeit für fundierte Recherche. Nachrichten und allgemeine Meldungen kann man überall lesen. Alles-mv.de wird tiefer gehen.

Und alles-mv.de wird interaktiv sein. Soziale Netzwerke sind das Stichwort. Über diese Kanäle will ich es schaffen, auch Kinder und Jugendliche wieder mehr für das Thema Medien und Journalismus zu interessieren. Sie einbeziehen, vielleicht in Kooperation mit den Schulen, sie selber einzelne Beiträge schreiben lassen über Dinge, die sie interessieren. Davon kann das ganze Land profitieren. Denn Medien haben auch einen Bildungsauftrag. Der immer lauter werdende Ruf nach gut ausgebildeten Fachkräften im Land ist Grund genug. Ohne Medien keine Bildung, ohne Bildung keine Zukunft! Auch deshalb startet alles-mv.de – weil ich mir ein MV mit Zukunft wünsche. Unsere Zukunft!

Meine Motivation:

Ich komme aus Mecklenburg-Vorpommern, kurz: MV. Genauer gesagt aus Mecklenburg. Für einige Leute von hier ist das ein großer Unterschied. Für mich nicht. Schließlich ist die Monarchie längst abgeschafft, das Land seit Jahrzehnten grenzenlos – zumindest in seinem Innern. Eingeengt leben wir hier jedenfalls nicht. Unendliche Weiten, die riesigen Felder, leicht hügelig, hier und da Wald, immer wieder Wasser. Im Arbeiter- und Bauernstaat war unser Land der Staat der Bauern. Nicht umsonst war die Rede von der Kornkammer der DDR. Zu Recht: Wälder, Felder und sonst nichts, scheinbar. Ab und zu ein Dorf.

Unsere größte Großstadt Rostock hat knapp 200.000 Einwohner. Sie ist übrigens die einzige im Land. Aber Berlin und Hamburg sind nicht weit. Städte, die, zusammen mit anderen Metropolen, unser Wertvollstes bekommen. Es ist fast wie eine verflixte goldene Regel: Nach der Schule, spätestens nach Ausbildung oder Studium, heißt es für die meisten Jugendlichen „Raus aus MV, rein in die Welt“. Als wenn wir hier hinterm Mond leben würden. Allenfalls da, wo andere Urlaub machen. Segen und Fluch zugleich, denn vielmehr haben wir hier nicht. Noch nicht.

Aber es gibt Hoffnung, es tut sich etwas. Es gibt nämlich auch junge Menschen, die nicht weg, sondern hier leben wollen. Und zwar nicht in einem Touristenreservat oder goldenem Käfig für wohlhabende Pensionäre. Menschen mit Ideen, jung, dynamisch. Welche, die sich noch nicht haben entmutigen lassen, auch nicht von zuweilen etwas engstirnigen Landsleuten mit wenig Sinn für Illusionen. Aber es braucht mehr davon. Vor allem braucht es sie, bevor die Mutigen entmutigt abziehen, desillusioniert aufgeben. Dann wäre es gut, wenn sie vorher jemanden treffen, der Kraft gibt, Zuversicht und Mut.

So jemand möchte ich sein. Will sagen, ihr alle mit euren Ideen und Visionen für unser Land, ihr alle seid nicht allein. Wir alle haben etwas gemeinsam. Wir kommen von hier, wir leben hier und wir wollen hier bleiben. Ich könnte sagen: Hey, seht her! Durchstarten lohnt sich, immer nur meckern überhaupt nicht! Ihr wollt hier leben, dann lebt. Ihr wollt hier arbeiten, dann packt an. Ihr wollt hier etwas bewegen, dann zögert nicht. Das könnte ich sagen. Das werde ich sagen!

Eins ist klar: Unser Land hat viel Platz für kreative Ideen. Und es hat sie bitter nötig. Nicht umsonst wird hin und wieder gesagt, in MV brauche es für Innovationen mindestens 50 Jahre länger als anderswo. Das muss nicht sein. Wenn wir das Potential nutzen, unsere Ideen einbringen, Visionen entwickeln, Pläne verwirklichen. Auch weil es schön ist. Noch mehr, weil es Heimat ist.

Auch wenn es mit der Bewerbung als Kultur- und Kreativpilot nichts geworden ist – die Idee und das Ziel von alles-mv.de stehen fest. Jeder ist eingeladen, das Magazin zu lesen, eigene Ideen mit einzubringen, mitzureden und mitzugestalten. Beiträge von Autoren und Journalisten sind herzlich willkommen. Ich wünsche mir, dass durch alles-mv.de ein Netzwerk entsteht, durch das Informationen aus ganz MV für ganz MV lesbar gemacht werden.

 

Klasse statt Masse

zu “Fleischgenuss ohne Reue?”, veröffentlicht bei sciencegarden.de (12. Januar 2012)

Mit Klasse hat die moderne Landwirtschaft wohl nicht mehr viel zu tun. Viel eher schon mit Masse. In der Massentierhaltung werden massenhaft Medikamente eingesetzt, um Massen an Fleisch zu produzieren, das in Massen verzehrt wird. Massenweise fühlen sich Bauern verunglimpft – nicht immer zu Unrecht – und Verbraucher betrogen. Tierschützer, Bauernverbände, Agrarwissenschaftler melden sich zu Wort. Die Presse ist voll von aktuellen Meldungen zum Antibiotikaeinsatz in der Geflügelmast. Es folgen gegenseitige Schuldzuweisungen, wer für die katastrophalen Zustände verantwortlich sei.

Aber mal ehrlich: Bringt das irgendjemanden weiter? Wie lange gibt es die Debatte bereits, in der über die intensive Nutztierhaltung gestritten wird? Über die Gesundheitsrisiken für den Verbraucher, über das Leiden der Tiere, über die Qualität des Fleisches? Kindern würde man in solch einer Situation raten, sich an die eigene Nase zu fassen und das eigene Handeln kritisch zu überdenken. Keine Angst, das soll keine Moralpredigt sein. Nur ein ganz klitzekleiner Wink mit dem Zaunpfahl vielleicht.

Aus Sicht eines Fleischessers, wie ich es einer bin, der wenigstens hin und wieder ein gutes Stück von – wohlgemerkt – glücklichen Viechern genießen will, könnte eine geplante Initiative des Tierschutzbundes hilfreich sein, die ich für Sciencegarden.de, dem Magazin für junge Forschung, hier aufgeschrieben habe. Genaue Infos, wann es jedoch tatsächlich so weit sein soll, habe ich bis heute nicht erhalten.

Im schlimmsten Fall muss es auch ohne gehen. Schließlich, so hat es Niedersachsens Landwirtschaftsminister Gert Lindemann vor kurzem in einem Interview mit dem Hamburger Abendblatt verkündet, ist der Kunde König. Die Wünsche der Verbraucher können auch Auswirkungen auf die praktische Landwirtschaft haben. Also: Nichts wie ran an die Nase mit dem Finger.

Über mich

Als freie Journalistin und Autorin schreibe ich über verschiedene Themen wie Wissenschaft, Gesellschaft und Lebensart. Als gebürtige Schwerinerin und überzeugt vom Leben in Mecklenburg-Vorpommern habe ich das Onlinemagazin www.alles-mv.de gegründet, in dem ich Berichte, Reportagen und Wissenswertes aus alles Ecken des Bundeslandes  veröffentliche. Außerdem unterstütze ich Unternehmen und Verbände bei ihrer Pressearbeit und organisiere einen monatlichen Journalisten- und Medientreff in Schwerin.